Viele Jugendliche kennen das: Schule ist vorbei, ein Ausbildungsplatz aber noch nicht in Sicht. Die Deutsche Angestellten-Akademie GmbH (DAA) und das Bildungsinstitut Sonnemann sind dann zum Beispiel für junge Menschen eine Alternative.
Für den 18-jährigen Mehmed aus Wildemann war die DAA jedenfalls die Rettung. Er wurde von der Arbeitsagentur zur Akademie vermittelt. Der junge Mann war schon länger auf der Suche und fand einfach keinen Ausbildungsplatz. Die DAA bot ihm die Möglichkeit, verschiedene Praktika zu machen und sich auszuprobieren – bezahlt von der Arbeitsagentur. „Ich wollte ins Handwerk“, sagt Mehmed.
Bei der DAA probierte er einiges aus. Aber irgendwie war nichts für ihn dabei. „Einmal wurde mir vom Meister auch gesagt, dass wäre nichts für mich“, sagt der 18- Jährige. „Wir haben ihm dann irgendwann zu einem sozialen Beruf geraten“, sagt Rose Schulz, Leiterin der DAA Goslar. Mehmed war skeptisch – und nach seinem Praktikum im Altenheim Haus Abendfrieden absolut überzeugt. „Die DAA war ein Glücksgriff“, sagt er. Der Pflegeberuf ist genau sein Ding und er steckt immer noch mitten in der Arbeit im Haus Abendfrieden. „Meine Chefin möchte mich ausbilden“, sagt Mehmed.
Der Hauptschüler denkt auch schon weiter: Berufsqualifizierung Pflegeassistenz, dann dreijährige Ausbildung mit Option auf ein Studium. Menschlich und fachlich hat er sein Umfeld überzeugt und die Zeit der Ablehnung von Bewerbungsunterlagen hinter sich.
Die Angebote der DAA richten sich an unter 25-Jährige. Neben Praktika kann man hier auch seinen Hauptschulabschluss nachholen. Voraussetzungen sind Engagement und Zuverlässigkeit.
Quelle: ohne Verfasser (o. V.): Traumberuf finden. In: Goslarsche Zeitung, 09.06.2011

